Musikgeschichte
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"Je veux de l'amour, de la joie ...."
Sagt Ihnen Jacques Brel etwas? Und Téléphone und Zaz? Lieder auf Französisch erfreuen sich immer mal wieder Erfolge in Deutschland, doch abgesehen von einzelnen Stücken ist die reiche französischsprachige Musikszene fast unbekannt. Vom klassischen Chanson mit Orchester über französischem New Wave Pop, hin zu Liedermachern und Rock-Superstars: Der Umgang mit der Sprache ist so berührend, spielerisch, erfindungsreich und witzig, dass es sich lohnt, wenigstens die Großen der Größten zu kennen. Dieser Vortrag ist ein Rundumschlag, in dem kurz 15 Sänger und Bands angerissen werden, die jeder Franzose kennt und die Nation prägen. Herausragende Videoclips lassen eintauchen in die 60er, 80er und vergangenen Jahre – kurz ein Überblick für Kennenlernende und Genießende!
Der Vortrag wendet sich an alle Interessierten, Französischkenntnisse sind nicht erforderlich. Eine Auswahl von Liedtexten ist übersetzt; die Stücke werden erläutert.
"Je jure que je volais"
Er war und ist bis heute – höchstwahrscheinlich – der größte Interpret moderner französischsprachiger Lieder, obwohl er nicht Franzose war: Jacques Brel, Sohn eines französischsprachigen Flamen, Belgier. Kein Chansonnier vor und danach hat dermaßen alltäglich-existenzialistisch pathetische Texte geschrieben – ohne damit je peinlich zu wirken – keiner seine Lieder so authentisch, geradezu radikal zärtlich, anklagend, genießend... in jedem Konzert aufgeführt. Was Bach für die Klassik, ist Brel für das Chanson: Ein eigenständiges Kapitel, bis heute Standardwissen für jeden Chansonnier und jeden, den französischsprachige Lieder interessieren. An diesem Abend wird eine Reihe bedeutender Lieder Brels vorgestellt.
Alle Teilnehmer*innen bekommen die Originaltexte und für diesen Abend von allen Liedern entstandene Übersetzungen ausgedruckt zum Lesen und Mitnehmen. Französische Sprachkenntnisse sind vorteilhaft, aber nicht nötig, um die Lieder zu genießen. Wer allein Lust auf die Musikalität der Sprache hat, ist hochwillkommen – die Lieder werden erläutert.
"T’es plus jolie que jamais"
Bekannt ist er vor allem für seine Wortspiele, Kalauer und Schüttelreime, stellt der französische wikipedia-Eintrag über Boby Lapointe fest. Wahrscheinlich der größte Humorist – ohne dabei niveaulos zu sein – von den Chansonniers, entfaltet sich sein Talent auf Grundlage meist einfacher Situationen und Texte. Eher eine Randerscheinung zu Lebzeiten, erlebte Lapointe später zwei fulminante Auferstehungen, die ihn in den Olymp der bekannten Sänger Frankreichs brachten – und seine Texte in die französischen Schulen, wo man seine Wort-Akrobatik bei der Sprach-Analyse schätzt.
Die Texte von Boby Lapointe sind teils relativ einfach. Alle Teilnehmer*innen bekommen die Originaltexte und für diesen Abend von allen Liedern entstandene Übersetzungen ausgedruckt zum Lesen und Mitnehmen. Französische Sprachkenntnisse sind vorteilhaft, aber nicht nötig, um die Lieder zu genießen. Wer allein Lust auf die Musikalität der Sprache hat, ist hochwillkommen – und bringt idealerweise jede Menge Neugier auf witzige Kompositionen mit! Die Lieder werden erläutert.